Der kleine Schlauberger

21.12.2014, geschrieben von Barbara

Ab und an überkommen mich die Erinnerungen an die Zeit, als die Kinder noch klein waren, die Wunschzettel immer länger wurden und schon Wochenlang vorher – heimlich – Weihnachtsgedichte eingeübt wurden.

Eins dieser Gedichte versteckt sich hinter meinem heutigen Türchen.

Der kleine Schlauberger

Was schenk‘ ich der Mutti zu Weihnachten bloß?

Ein ganzer Stoß
von Malzetteln fliegt im Zimmer umher –
aber Malen ist schwer!
Da wollt‘ ich was ausschneiden
aus buntem Papier,
aber die beiden Häuschen hier
sind schief und krumm –
wie dumm!
Was könnt‘ ich denn noch?
Ein Lied könnt‘ ich singen,
aber’s wird nicht recht klingen,
ein hübsche Gedicht?
Doch dann kann ich’s nicht
und bleib stecken,
da necken
sie mich und lachen drüber,
ach, lass‘ ich’s lieber!
Ein bisschen größer müßte ich sein,
da fiel‘ mir bestimmt was ein…
Jetzt weiß ich’s: Ich rufe die Mutti an
und sage, hier spricht der Weihnachtsmann,
ich brumme ganz tief, am Telefon
geht das schon,
und in Muttis Büro,
die staunen nur so
und merken nicht,
wer da wirklich spricht!
Ich frag‘ sie nach ihren Wünschen aus,
da kriege ich ganz bestimmt was ‚raus.
Sie sagen immer, ich sei noch zu klein:
Man muss nur ein richtiger Schlauberger sein!
lena foellbach
Einen schönen Wochenanfang wünscht euch
Barbara

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